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IHRE
FEUERWEHR INFORMIERT
„Die
Waschbären und die Presse“ oder „Warum fahren die ständig
mit Martinshorn und Blaulicht am Feuerwehrhaus vorbei?“
Viele Anwohner um das Glattbacher Feuerwehrhaus waren bestimmt verwundert,
warum die Feuerwehr am Montagabend (5. Juli 2010) öfters mit Signalhorn
und Blaulicht das „Scharfe Eck“ hoch und runter gefahren
ist.
Zur Erklärung müssen wir das Rad der Zeit um noch weitere
drei Tage zurückdrehen.
Am Freitag, dem 2. Juli 2010 wurde die Feuerwehr Glattbach um 10:44
Uhr zu einer Tierrettung alarmiert. Nach Beendigung des Einsatzes, haben
wir einen Pressebericht verfasst und diesen an unseren Pressebetreuer
in der Kreisbrandinspektion gesandt. Das ist bei größeren
oder besonderen Einsätzen eine normale Vorgehensweise.
Der Pressebericht hatte folgenden Wortlaut:
Waschbären aus Kamin befreit
Glattbach. Am Freitag, dem 2. Juli 2010 wurde die Feuerwehr
Glattbach zu einer Tierrettung in den Ortsteil Himbeergrund alarmiert.
Die Bewohner hatten im Kamin Geräusche eines eingesperrten Tieres
gehört. Nach der Erkundung durch die Feuerwehr, konnte eine Waschbärenfamilie
hinter einer Verblendung am offenen Kamin ausgemacht werden.
Nach der Öffnung der Verblendung konnten die Jungtiere in einen
Behälter umgesetzt werden, das Muttertier flüchtete jedoch
nach oben, über das Dach in einen zweiten Kamin des Hauses. Hier
blieb es in etwa vier Metern Höhe stecken.
Über die nachalarmierte Drehleiter aus Aschaffenburg wurde erfolglos
versucht, von oben an das Tier zu kommen. Nach Rücksprache mit
dem anwesenden Bezirkskaminkehrermeister, wurde unterhalb der Waschbärin
eine verputzte Kehrtür aufgebrochen, um das Tier somit nach oben
zu scheuchen. Hierzu stieg ein Trupp der Feuerwehr Glattbach über
die Dachluke zur oberen Kaminöffnung und konnte das Muttertier
mit einem Kächer einfangen.
Nach erfolgreicher Rettungsaktion brachte die Feuerwehr Glattbach die
junge Familie zum Aschaffenburger Tierheim.
Der gesamte Einsatz war nach vier Stunden beendet. Einsatzleiter und
stellv. Kommandant Andreas Ullrich konnte hierbei auf zwei Fahrzeuge
mit 14 Feuerwehrleuten der Feuerwehr Glattbach sowie auf die Drehleiterbesatzung
der Feuerwehr Aschaffenburg mit drei Feuerwehrleuten zurückgreifen.
Dieser Pressebericht zog nun weite Kreise:
Nach nur zwei Tagen wurde aus unserem Pressebericht eine Meldung der
Deutschen Presseagentur, die in vielen Deutschen Tageszeitungen und
Internet-Nachrichtendiensten erschienen ist. Weiterhin wurden, zum Beispiel
bei „Antenne Bayern“, Radiomeldungen zu unserem Einsatz
gesendet.
Am Montag, dem 5. Juli meldete sich der Fernsehsender SAT1 bei uns,
da sie von dem Waschbäreneinsatz einen Beitrag drehen wollten.
Jetzt kommen wir wieder zum Anfang unseres Textes.
An besagtem Montagabend um 18:00 Uhr war es dann soweit: ein Kameramann
von SAT1 drehte im Feuerwehrhaus einen TV-Beitrag. Hierzu mussten wir
uns mehrmals unter Einsatzbedingungen Umziehen, Aufsitzen, Absitzen,
Antreten und eben auch mit Martinshorn durch die Gegend fahren. Weiterhin
wurde unser stellv. Kommandant Andreas Ullrich zur Waschbärenrettung
interviewt. Der Beitrag wurde am 6. Juli um 17:30 Uhr im bayerischen
Regionalprogramm von SAT1 ausgestrahlt und ist durchweg gelungen. Interessierte
Mitbürger können den Beitrag in nächster Zeit noch unter
www.sat1bayern.de anschauen. Weitere Infos gibt es auch unter www.feuerwehr-glattbach.de.
Bis zum nächsten Mal
Ihre Feuerwehr Glattbach
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