Pressebericht:
Kreisfeuerwehrverband
13.11.2009

 

   
 

Löschzugübung Johannesberg/Glattbach am 8.11.2009 in Johannesberg

Es ist ein verregneter, diesiger Sonntagmorgen, kurz nach halb zehn, eine Fahrradfahrerin mit einem Kind auf dem Kindersitz wird von einem Pkw erfasst und überrollt. Die Frau ist unter dem Fahrzeug eingeklemmt, das Kind wird aus dem Sitz geschleudert und ist nicht mehr zu sehen. Der Fahrer des Pkw steht unter Schock. Ein entgegenkommender Pkw will ausweichen und kommt von der Fahrbahn ab. Er steckt am Hang zwischen Bäumen und Sträuchern fest, der Fahrer ist sofort tot, der Beifahrer eingeklemmt. Eine Ersthelferin kommt hinzu, bei Eintreffen der Feuerwehr läuft sie sichtlich verwirrt zwischen den zwei verunfallten Autos hin und her, sie sucht nach „Felix“, dem Baby der Fahrradfahrerin.

Es rückten ca. 45 Feuerwehrleute aus Johannesberg und Glattbach mit 7 Fahrzeugen, der Rettungsdienst mit 8 Personen und 2 Fahrzeugen und eine Notärztin an.

Die Feuerwehren arbeiten seit ca. 15 Minuten an dem Einsatz, da kommt die Ersthelferin nochmals völlig aufgelöst und panisch zu den Einsatzkräften, sie berichtet, ihre 4 Kinder, die im Auto hätten warten sollen, seien nicht mehr da. Diese müssen nun auch gesucht und dann verletzt aus unwegsamem Gelände gerettet werden.

Zum Glück war dies „nur“ eine Übung, und die Verletzten professionell geschminkte Laiendarsteller. Niemand möchte wohl ein solches Szenario erleben. Die Übung selbst wurde gut und zügig durch die Feuerwehren erledigt. In einer anschließenden Übungsbesprechung wurde die Übung von KBM Frank Wissel, KBM Udo Schäffer, Helmut Wenzel, dem Kommandanten der FF Glattbach, Michael Zang von der BRK-Bereitschaft Hösbach und Notärztin Silke Staudt "bewertet". Die Vorbereitung der Übung durch die FF Johannesberg wurde in der Übungsbesprechung durchweg sehr gelobt und von Frank Wissel sogar als "Bonnland-Niveau" bezeichnet.

FF Johannesberg