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Löschzugübung
Johannesberg/Glattbach am 8.11.2009 in Johannesberg
Es
ist ein verregneter, diesiger Sonntagmorgen, kurz nach halb zehn, eine
Fahrradfahrerin mit einem Kind auf dem Kindersitz wird von einem Pkw
erfasst und überrollt. Die Frau ist unter dem Fahrzeug eingeklemmt,
das Kind wird aus dem Sitz geschleudert und ist nicht mehr zu sehen.
Der Fahrer des Pkw steht unter Schock. Ein entgegenkommender Pkw will
ausweichen und kommt von der Fahrbahn ab. Er steckt am Hang zwischen
Bäumen und Sträuchern fest, der Fahrer ist sofort tot, der
Beifahrer eingeklemmt. Eine Ersthelferin kommt hinzu, bei Eintreffen
der Feuerwehr läuft sie sichtlich verwirrt zwischen den zwei verunfallten
Autos hin und her, sie sucht nach „Felix“, dem Baby der
Fahrradfahrerin.
Es rückten
ca. 45 Feuerwehrleute aus Johannesberg und Glattbach mit 7 Fahrzeugen,
der Rettungsdienst mit 8 Personen und 2 Fahrzeugen und eine Notärztin
an.
Die Feuerwehren
arbeiten seit ca. 15 Minuten an dem Einsatz, da kommt die Ersthelferin
nochmals völlig aufgelöst und panisch zu den Einsatzkräften,
sie berichtet, ihre 4 Kinder, die im Auto hätten warten sollen,
seien nicht mehr da. Diese müssen nun auch gesucht und dann verletzt
aus unwegsamem Gelände gerettet werden.
Zum Glück
war dies „nur“ eine Übung, und die Verletzten professionell
geschminkte Laiendarsteller. Niemand möchte wohl ein solches Szenario
erleben. Die Übung selbst wurde gut und zügig durch die Feuerwehren
erledigt. In einer anschließenden Übungsbesprechung wurde
die Übung von KBM Frank Wissel, KBM Udo Schäffer, Helmut Wenzel,
dem Kommandanten der FF Glattbach, Michael Zang von der BRK-Bereitschaft
Hösbach und Notärztin Silke Staudt "bewertet". Die
Vorbereitung der Übung durch die FF Johannesberg wurde in der Übungsbesprechung
durchweg sehr gelobt und von Frank Wissel sogar als "Bonnland-Niveau"
bezeichnet.
FF Johannesberg
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