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Verschüttet,
eingeklemmt...
An
sieben Einsatzstellen probten Glattbacher Feuerwehr den Ausnahmezustand
Glattbach.
Orkanartiger Sturm und Gewitter mit starkem Regen, Ausnahmezustand in
Glattbach: Flächenbrand, Person bei Erdrutsch verschüttet,
Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person. Kein Realfall, sondern Teil
des angenommenen Ubungsszenarios. Gemeinsam mit Nachbarwehren probte
die Glattbacher Feuerwehr am Samstag den Ausnahmezustand.
Kurz vor 9 Uhr wurde die
Feuerwehr Glattbach zu einem durch Blitzschlag verursachten Flächenbrand
alarmiert. Kaum war der Brand gelöscht, folgte der nächste
Alarm. Nach einem Erdrutsch war eine Person bis zum Kopf unter Schlamm
verschüttet. In Handarbeit musste der Mann mit Schaufeln befreit
werden. Dann ging es gleich weiter; Im Bach waren zwei Olfässer
zu bergen und Olsperren einzurichten.
Ein schwerer Verkehrsunfall war zu bewältigen, bei dem der Fahrer
eingeklemmt war und Bäume den Zugang blockierten. Danach wurde
ein verirrter Wanderer gesucht und eine Jugendgruppe im Rauenthal evakuiert.
Bis gegen 14 Uhr hatten die Wehrmänner kaum eine Verschnaufpause.
Zuletzt mussten sie noch einen abgestürzten Arbeiter vom Dach retten.
Seit Januar war die Ubungsleitung mit Thomas Kreis, Ralf Weigand und
René Wagner mit Planung und Vorbereitung der Ubung beschäftigt.
Aufgebaut wurden die Stationen von den Feuerwehren aus Geiselbach und
Mainaschaff.
Eines der Hauptziele war die Erprobung der Gemeindeführungsstelle,
die im Feuerwehrhaus eingerichtet wurde. "Bei großflächigen
Schadenslagen, wie beispielsweise Naturkatastrophen sind die Gemeinden
weitgehend auf sich selbst gestellt", sagt Thomas Kreis.
In solchen Fällen müssten gemeindliche Führungsstellen
organisiert werden. Dies liege in den Händen des örtlichen
Bürgermeisters in Zusammenarbeit mit dem Kommandanten. Beide seien
für die Einsatzkoordination und für die Selbsthilfe zuständig.
Insgesamt waren 53 Helfer mit fünf Feuerwehrfahrzeugen, Bagger
und Unimog im Einsatz. Neben der örtlichen Feuerwehr und dem Bauhof
waren die Sanitätsgruppe Glattbach sowie die Feuerwehren aus Johannesberg
und Breunsberg eingesetzt. Bürgermeister Fridolin Fuchs unterstützte
Kommandant Helmut Wenzel bei der Einsatzleitung im Feuerwehrhaus.
Zahlreiche Beobachter aus Stadt und Landkreis Aschaffenburg wachten
mit kritischen Augen über das Ubungsgeschehen. "Insgesamt
sind wir mit dem Ubungsverlauf zufrieden. Nachdem kein Einsatz dem anderen
gleicht, läuft nicht immer alles perfekt. Beispielsweise bei dem
Verkehrsunfall hatte sich die Ubungsleitung die Reihenfolge der getroffenen
Maßnahmen etwas anders vorgestellt", weiß Schiedsrichter
Ralf Weigand. Mängel sollen nun besprochen und intensiver geschult
werden.
Bericht: rah
Foto: László Ertl
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