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Blitz
löst Scheunenbrand aus
Gebäude in Großwelzheim völlig zerstört - Großeinsatz
der Feuerwehren
Karlstein-Großwelzheim.
Vollständig zerstört wurde eine Scheune in Großwelzheim
durch einen Brand, der am Samstag gegen 17.30 Uhr von einem Blitz ausgelöst
wurde. Der Besitzer des Anwesens und vier Feuerwehrleute wurden im Verlauf
des Großeinsatzes leicht verletzt. Der Sachschaden wird von der
Polizei auf 100 000 Euro geschätzt.
Bis Sonntagvormittag waren
rund 330 Feuerwehrleute und 55 Helfer von Rotem Kreuz und Maltesern
eingesetzt, um den komplizierten Scheunenbrand unter Kontrolle zu bringen,
berichtete gestern Pressesprecher Armin Lerch vom Kreisfeuerwehrverband.
Schwierige
Bedingungen
Um 17.39 Uhr wurden am Samstag zunächst die Wehren aus Großwelzheim
und Dettingen alarmiert: Der Blitzeinschlag hatte in der mit Heuballen
prall gefüllten Scheune ein Feuer in "der äußersten
Ecke" des Gebäudes verursacht. Um den Brandherd von oben zu
bekämpfen, wurde das Dach aufgedeckt. Aber die Löscharbeiten
von der Drehleiter aus hatten zunächst nicht den erhofften Effekt:
das für die Brandbekämpfer noch immer unerreichbare Feuer
breitete sich aus, bis es schließlich nach Durchzündung auf
das gesamte Gebäude übergriff.
Um 18 Uhr wurde Alarmstufe 2, eine Dreiviertelstunde später gar
Stufe 3 ausgelöst, um weitere Einsatzkräfte an den Brandort
zu beordern. So konnte eine Ausbreitung des Feuers auf Nachbargebäude
verhindert werden. Die Löscharbeiten in der schwer zugänglichen
Scheune erforderten Atemschutzgeräte und daher einen hohen Personaleinsatz.
Hilfe aus
dem Kreis unverzichtbar
Im Einsatz waren zu jener Zeit außer den Karlsteiner Brandschützern
die Wehren Kleinostheim, Hörstein, Stockstadt, Großostheirn,
Alzenau, Wenigumstadt, Haibach, Kahl und Winzenhohl sowie Führungskräfte
der Landkreisinspektion und Fachberater. Zur Löschwasserversorgung
musste eine Schlauchleitung zum wenige hundert Meter entfernten Main
gelegt werden.
Im Laufe der Nacht wurden außerdem die Feuerwehren aus Bessenbach,
Glattbach, Johannesberg, Mömbris, Schimborn, Albstadt,
Mainaschaff, Kleinkahl und Schöllkrippen zur Ablösung an den
Brandort gerufen.
In aufwändiger Handarbeit mussten 90 Rundballen und rund 5000 Kleinballen,
insgesamt 750 Kubikmeter brennendes Heu, aus der einsturzgefährdeten
Scheune geräumt werden. Das brennende Heu wurde zunächst vor
dem Bau gewässert, mit Radladern auf Lastwagen verladen, am Main
dann auseinander gezogen und endgültig abgelöscht.
Die Arbeiten in der Scheune bedeuteten für die Feuerwehrleute höchste
Anstrengungen, wie der Pressesprecher darlegte. Immer wieder habe Gefahr
bestanden, dass lose Dachziegel auf die unter Atemschutz arbeitenden
Helfer fallen, daher standen die ganze Nacht über zwei Rettungswagen
des BRK bereit.
Unter Anleitung eines Fachberaters wurde eine Öffnung in die Zwischendecke
der Scheune gebrochen, was einen schnelleren Abtransport der brennenden
Ballen ermöglichte.
Messungen der Feuerwehr Stockstadt ergaben, so der Pressesprecher, dass
in der Umgebungsluft keine Grenzwerte überschritten wurden. Vier
Kühe konnten nach Polizeiangaben rechtzeitig von Anwohnern gerettet
werden.
Nachbarn
reichen Getränke
Für die insgesamt 385 Feuerwehrleute und Helfer richteten die Großwelzheimer
Brandschützer im örtlichen Gerätehaus eine Verpflegungsstelle
ein. Bäcker und Metzger aus dem Ortsteil stellten Brot, Wurst und
Kaffee zur Verfügung, auch Nachbarn unterstützten die Einsatzkräfte
spontan mit Getränken.
Gestern Nachmittag dauerten die Ausräumarbeiten noch an, das Ende
des Einsatzes war noch nicht absehbar.
ee
Anmerkung der
FF Glattbach:
Die Feuerwehr Glattbach war hier mit dem Löschzug 11 (Glattbach/Johannesberg)
im Einsatz.
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