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Großbrand in Karlstein-Dettingen Kurz vor Mitternacht,
23.45 Uhr am Mittwoch, den 20. August 2008 wurde die Feuerwehr zu einem
Brand in einem Batteriemontagezentrum in Dettingen alarmiert. Beim Eintreffen
der ersten Feuerwehrkräfte aus Dettingen schlugen die Flammen bereits
aus dem Dach einer Produktionshalle und griffen auf eine zweite dreistöckige
Lagerhalle mit Bürotrakt über. Sofort wurde von der Feuerwehr
ein massiver Löscheinsatz unter anderem mit 3 Drehleitern und über
200 nachalarmierten Feuerwehrleuten aus Stadt und Landkreis Aschaffenburg
vorgetragen. Die spektakuläre Brandentwicklung riss zahlreiche
Anwohner aus dem Schlaf: Batterien und Gasflaschen platzten mit lauter
Schallentwicklung und wurden aufgrund der Brandeinwirkung zum Teil über
die angrenzende Bahnlinie in das nahe gelegene Wohngebiet geschleudert.
Über dem Objekt standen mehrere Meter hohe Flammen sowie ein weit
in den Himmel ragender Rauchpilz. Die Bevölkerung wurde über
Rundfunk aufgefordert, in den Häusern zu bleiben und Fenster und
Türen geschlossen zu halten. Von der Feuerwehr wurden umgehend
mehrere Messtrupps zur Kontrolle der Umgebungsluft in Dettingen und
den angrenzenden Ortschaften entsandt. Auch vom Löschwasser wurden
Proben entnommen. Zu keiner Zeit konnten Gefahrenstoffe nachgewiesen
werden. Die direkt am Objekt vorbeilaufende Bahnlinie Aschaffenburg-Hanau
wurde vorübergehend gesperrt und durch den Notfallmanager der Bahn
ab 2.30 Uhr für langsame Vorbeifahrt wieder freigegeben. Gäste
eines angrenzenden Hotels verließen das Hotel auf eigenen Wunsch
und wurden von der Feuerwehr betreut. Glücklicherweise wurden keine
Personen verletzt. Der Rettungsdienst war zur Absicherung mit mehreren
Fahrzeugen und 35 Kräften vor Ort. Wegen des hohen Löschwasserbedarfs
wurden vier Förderleitungen zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung
von einem ca. 600m entfernten See zur Einsatzstelle verlegt. Die Gasversorgung
zum Brandobjekt wurde abgeschiebert. Weiterhin wurde das Gebäude
stromlos geschaltet. Hierdurch wurden auch eine angrenzende Firma und
ein Wohnhaus stromlos. Der Feuerwehr gelang es den Bürotrakt vor
einem Übergreifen der Flammen zu retten. Auch eine Ausbreitung
auf angrenzende Gebäude konnte erfolgreich verhindert werden. Bis
3.00 Uhr konnte das Feuer weitestgehend eingedämmt werden. Die
Einsatzleitung geht von Nachlöscharbeiten bis in den Vormittag
aus. Diese müssen unter größter Vorsicht erfolgen, da
einige Seitenwände durch die Brandeinwirkung einsturzgefährdet
sind. Kreisbrandinspektor Horst Breunig wurde vom Landratsamt zum örtlichen
Einsatzleiter bestellt. Zum Einsatz kamen Feuerwehren aus Dettingen,
Großwelzheim, Großostheim, Kleinostheim, Stockstadt, Hörstein,
Kahl, Wenigumstadt, Goldbach, Waldaschaff, Aschaffenburg, Alzenau, Laufach,
Bessenbach, Sailauf, Hohl, Rottenberg, Glattbach, Schöllkrippen,
Hösbach. Zur Ablösung dieser Kräfte werden im Einsatzverlauf
weitere hier nicht genannte Feuerwehren noch zum Einsatz kommen. Weiterhin
waren Fachberater des THW, Notfallmanager der Bahn, Verantwortliche
des Landratsamtes Aschaffenburg und Vertreter des lokalen Energieversorgers
an der Einsatzstelle. Info der Feuerwehr
Glattbach: |
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Pressebericht:
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Karlstein – Dettingen "Großbrand im Batteriemontagezentrum" "Alarmstufe
2 für Dettingen – Brand bei der Fa. BMZ" so lautete
die erste Alarmierung für die Feuerwehren Dettingen und Großwelzheim
um 23:45 Uhr am Mittwoch in der Nacht. Als das erste Löschfahrzeug
der Feuerwehr, um 23:49 Uhr, zusammen mit dem zuständigen Kreisbrandinspektor
Horst Breunig eintraf, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach. Alles
Weitere konnten Sie bereits der ersten Pressemeldung entnehmen. Momentan,
00:30 Uhr am Freitag, gilt folgender Sachstand vor Ort: Bis zum jetzigen
Zeitpunkt wurden 368 Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis Aschaffenburg
sowie der Hessischen Nachbarschaft eingesetzt. In der Summe sind die
Kräfte des THW, des Rettungs- und Sanitätsdienstes, der Fachberater
und der Polizei enthalten. An den acht Messstellen um einen Radius von
acht Kilometer rund um die Einsatzstelle waren keinerlei erhöhte
Werte, zu Messen. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die
Bevölkerung. Gemessen wurde in Bezug auf Salzsäure, Blausäure,
Kohlenstoffmonoxid und Stickstoffdioxid. Zusätzlich wurden weitere
Luftproben in Tenax Röhrchen gezogen sowie Proben des Löschwassers
entnommen und gesichert. Während der gesamten Einsatzdauer fuhr
ein ABC-Erkunder das Einsatzgebiet im Nah- und Fernbereich ab. Hierbei
wurden weitere Messdaten unter anderem mit einem PID gesammelt und gespeichert.
Zur Erkundung der abziehenden Rauchgaswolke wurde ein Polizeihubschrauber
eingesetzt. Die Rauchgaswolke stieg fast senkrecht nach oben und zog
in etwa 120 Meter Höhe in nördlicher Richtung davon. Des weiteren
wurde durch die Hubschrauberbesatzung Luftbildaufnahmen zur Dokumentation
gefertigt. Als Abschluss konnte durch eine Wärmebildkamera die
gesamte Einsatzstelle kontrolliert werden und wichtige Details zu den
weiteren Löscharbeiten gewonnen werden. Zurzeit sind noch zwei
200t Mobilkräne und ein 30t Abbruchbagger im Einsatz um die Einsturzgefährdete
Halle abzutragen. So bald dieses erledigt ist (gegen 06:00 Uhr vermutlich)
können die Löscharbeiten wieder aufgenommen werden um die
restlichen Brandnester abzulöschen. Über diese noch bevorstehenden
Arbeiten kann momentan noch kein Zeitfenster gelegt werden. Weiterhin
im Einsatz sind die Kräfte der Unterstützungsgruppe
Örtliche Einsatzleitung aus Kahl und Glattbach
sowie die Verpflegungskomponente der Feuerwehr Hohl. Als Gesamteinsatzleiter
ist der vom Landratsamt bestätigte „Örtliche Einsatzleiter“
Horst Breunig (Kahl) tätig. Er ist somit Gesamtverantwortlich für
alle Einsatzkräfte vor Ort. Wir werden Sie weiterhin auf dem Laufenden
halten um Ihnen einen Überblick über das Einsatzgeschehen
zu vermitteln. Info der Feuerwehr
Glattbach: |
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Pressebericht:
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Karlstein/Dettingen – Einsatz Großbrand BMZ beendet Nach genau 44 Stunden
Einsatztätigkeit im Zusammenhang mit dem Großbrand bei der
Fa. BMZ in Karlstein/Dettingen, wurde der Feuerwehreinsatz mit dem Wiederherstellen
der Einsatzbereitschaft am Freitagabend um 18:45 Uhr abgeschlossen.
Bereits am Morgen (09:00 Uhr) wurde die Einsatzstelle vom Örtlichen
Einsatzleiter (ÖEL) an den Kommandanten der Feuerwehr Dettingen
übergeben. Die Übergabe der Einsatzstelle durch die Feuerwehr
an den Eigentümer, erfolgte nach Abschluss der Gefahrenabwehrmaßnahmen,
um 15:30 Uhr. Danach begann der Abbau des eingesetzten Materiales und
der Rücktransport des gleichen in die Feuerwehrgerätehäuser. |
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