Pressebericht:
Kreisfeuerwehrverband
21.08.2008

23:16 Uhr

 

   
 

Großbrand in Karlstein-Dettingen

Kurz vor Mitternacht, 23.45 Uhr am Mittwoch, den 20. August 2008 wurde die Feuerwehr zu einem Brand in einem Batteriemontagezentrum in Dettingen alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte aus Dettingen schlugen die Flammen bereits aus dem Dach einer Produktionshalle und griffen auf eine zweite dreistöckige Lagerhalle mit Bürotrakt über. Sofort wurde von der Feuerwehr ein massiver Löscheinsatz unter anderem mit 3 Drehleitern und über 200 nachalarmierten Feuerwehrleuten aus Stadt und Landkreis Aschaffenburg vorgetragen. Die spektakuläre Brandentwicklung riss zahlreiche Anwohner aus dem Schlaf: Batterien und Gasflaschen platzten mit lauter Schallentwicklung und wurden aufgrund der Brandeinwirkung zum Teil über die angrenzende Bahnlinie in das nahe gelegene Wohngebiet geschleudert. Über dem Objekt standen mehrere Meter hohe Flammen sowie ein weit in den Himmel ragender Rauchpilz. Die Bevölkerung wurde über Rundfunk aufgefordert, in den Häusern zu bleiben und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Von der Feuerwehr wurden umgehend mehrere Messtrupps zur Kontrolle der Umgebungsluft in Dettingen und den angrenzenden Ortschaften entsandt. Auch vom Löschwasser wurden Proben entnommen. Zu keiner Zeit konnten Gefahrenstoffe nachgewiesen werden. Die direkt am Objekt vorbeilaufende Bahnlinie Aschaffenburg-Hanau wurde vorübergehend gesperrt und durch den Notfallmanager der Bahn ab 2.30 Uhr für langsame Vorbeifahrt wieder freigegeben. Gäste eines angrenzenden Hotels verließen das Hotel auf eigenen Wunsch und wurden von der Feuerwehr betreut. Glücklicherweise wurden keine Personen verletzt. Der Rettungsdienst war zur Absicherung mit mehreren Fahrzeugen und 35 Kräften vor Ort. Wegen des hohen Löschwasserbedarfs wurden vier Förderleitungen zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung von einem ca. 600m entfernten See zur Einsatzstelle verlegt. Die Gasversorgung zum Brandobjekt wurde abgeschiebert. Weiterhin wurde das Gebäude stromlos geschaltet. Hierdurch wurden auch eine angrenzende Firma und ein Wohnhaus stromlos. Der Feuerwehr gelang es den Bürotrakt vor einem Übergreifen der Flammen zu retten. Auch eine Ausbreitung auf angrenzende Gebäude konnte erfolgreich verhindert werden. Bis 3.00 Uhr konnte das Feuer weitestgehend eingedämmt werden. Die Einsatzleitung geht von Nachlöscharbeiten bis in den Vormittag aus. Diese müssen unter größter Vorsicht erfolgen, da einige Seitenwände durch die Brandeinwirkung einsturzgefährdet sind. Kreisbrandinspektor Horst Breunig wurde vom Landratsamt zum örtlichen Einsatzleiter bestellt. Zum Einsatz kamen Feuerwehren aus Dettingen, Großwelzheim, Großostheim, Kleinostheim, Stockstadt, Hörstein, Kahl, Wenigumstadt, Goldbach, Waldaschaff, Aschaffenburg, Alzenau, Laufach, Bessenbach, Sailauf, Hohl, Rottenberg, Glattbach, Schöllkrippen, Hösbach. Zur Ablösung dieser Kräfte werden im Einsatzverlauf weitere hier nicht genannte Feuerwehren noch zum Einsatz kommen. Weiterhin waren Fachberater des THW, Notfallmanager der Bahn, Verantwortliche des Landratsamtes Aschaffenburg und Vertreter des lokalen Energieversorgers an der Einsatzstelle.
KBM Emge

Info der Feuerwehr Glattbach:
Um 0:31 Uhr wurden die Feuerwehren Johannesberg und Glattbach als Zug 11 nach Dettingen alarmiert. Wir hatten hier PA-Träger im Einsatz und waren mit Führungsfunktionen im Einsatzabschnitt 1 tätig. Der Einsatz war um 8:30 Uhr beendet.

 
 

Pressebericht:
Kreisfeuerwehrverband
22.08.2008

01:08 Uhr

 

 

Karlstein – Dettingen "Großbrand im Batteriemontagezentrum"

"Alarmstufe 2 für Dettingen – Brand bei der Fa. BMZ" so lautete die erste Alarmierung für die Feuerwehren Dettingen und Großwelzheim um 23:45 Uhr am Mittwoch in der Nacht. Als das erste Löschfahrzeug der Feuerwehr, um 23:49 Uhr, zusammen mit dem zuständigen Kreisbrandinspektor Horst Breunig eintraf, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach. Alles Weitere konnten Sie bereits der ersten Pressemeldung entnehmen. Momentan, 00:30 Uhr am Freitag, gilt folgender Sachstand vor Ort: Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden 368 Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis Aschaffenburg sowie der Hessischen Nachbarschaft eingesetzt. In der Summe sind die Kräfte des THW, des Rettungs- und Sanitätsdienstes, der Fachberater und der Polizei enthalten. An den acht Messstellen um einen Radius von acht Kilometer rund um die Einsatzstelle waren keinerlei erhöhte Werte, zu Messen. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung. Gemessen wurde in Bezug auf Salzsäure, Blausäure, Kohlenstoffmonoxid und Stickstoffdioxid. Zusätzlich wurden weitere Luftproben in Tenax Röhrchen gezogen sowie Proben des Löschwassers entnommen und gesichert. Während der gesamten Einsatzdauer fuhr ein ABC-Erkunder das Einsatzgebiet im Nah- und Fernbereich ab. Hierbei wurden weitere Messdaten unter anderem mit einem PID gesammelt und gespeichert. Zur Erkundung der abziehenden Rauchgaswolke wurde ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Die Rauchgaswolke stieg fast senkrecht nach oben und zog in etwa 120 Meter Höhe in nördlicher Richtung davon. Des weiteren wurde durch die Hubschrauberbesatzung Luftbildaufnahmen zur Dokumentation gefertigt. Als Abschluss konnte durch eine Wärmebildkamera die gesamte Einsatzstelle kontrolliert werden und wichtige Details zu den weiteren Löscharbeiten gewonnen werden. Zurzeit sind noch zwei 200t Mobilkräne und ein 30t Abbruchbagger im Einsatz um die Einsturzgefährdete Halle abzutragen. So bald dieses erledigt ist (gegen 06:00 Uhr vermutlich) können die Löscharbeiten wieder aufgenommen werden um die restlichen Brandnester abzulöschen. Über diese noch bevorstehenden Arbeiten kann momentan noch kein Zeitfenster gelegt werden. Weiterhin im Einsatz sind die Kräfte der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung aus Kahl und Glattbach sowie die Verpflegungskomponente der Feuerwehr Hohl. Als Gesamteinsatzleiter ist der vom Landratsamt bestätigte „Örtliche Einsatzleiter“ Horst Breunig (Kahl) tätig. Er ist somit Gesamtverantwortlich für alle Einsatzkräfte vor Ort. Wir werden Sie weiterhin auf dem Laufenden halten um Ihnen einen Überblick über das Einsatzgeschehen zu vermitteln.
KBM Emge

Info der Feuerwehr Glattbach:
Am 21.08. gegen 11:00 Uhr wurde die UG-ÖEL-Glattbach nach Dettingen alarmiert. Aufgabe war die Unterstützung der UG-ÖEL-Kahl. Hierbei wurde im Schichtwechsel bis Einsatzende gearbeitet.

 

Pressebericht:
Kreisfeuerwehrverband
22.08.2008

20:30 Uhr

 

 

Karlstein/Dettingen – Einsatz Großbrand BMZ beendet

Nach genau 44 Stunden Einsatztätigkeit im Zusammenhang mit dem Großbrand bei der Fa. BMZ in Karlstein/Dettingen, wurde der Feuerwehreinsatz mit dem Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft am Freitagabend um 18:45 Uhr abgeschlossen. Bereits am Morgen (09:00 Uhr) wurde die Einsatzstelle vom Örtlichen Einsatzleiter (ÖEL) an den Kommandanten der Feuerwehr Dettingen übergeben. Die Übergabe der Einsatzstelle durch die Feuerwehr an den Eigentümer, erfolgte nach Abschluss der Gefahrenabwehrmaßnahmen, um 15:30 Uhr. Danach begann der Abbau des eingesetzten Materiales und der Rücktransport des gleichen in die Feuerwehrgerätehäuser.
Über die Einsatztätigkeit vor Ort und die damit Verbundenen Maßnahmen wurde durch Sie ja bereits vorbildliche Berichtet. Hierfür bedanke ich mich recht herzlich.
Ich möchte mich allerdings auch hier an dieser Stelle, im Rahmen meiner Doppelfunktion als Kommandant der FF Dettingen und Pressesprecher der Kreisbrandinspektion, recht herzlich bei allen eingesetzten Helfern von allen Organisationen und beteiligten Stellen (Firmen und Behörden) bedanken.
Ein nicht alltäglicher Einsatz wurde von über 400 Ehrenamtlichen Personen bewältigt. Diesem unentgeltlichen Dienst über 44 Stunden hinweg gilt mein besonderer Dank.
KBM Emge