Pressebericht:
Main-Netz 31.01.2011

 


Beim Ehrenabend der Feuerwehren: Kreisbrandrat Karl-Heinz-Ostheimer (links) ehrt (vorne von links) Gisela Hofmann, Werner Stegmann, Horst Zwießler, Bernhard Behl, Hermann Sittinger, Christian Heininger, Siegfried Roth sowie (hinten von links) Georg Thoma, Michael Edelmann, Florian Eckerth, Lothar Trunk, Edwin Steigerwald, Rudi Kraus, Thomas Kreis, Ralf Stadtmüller, Horst Kämmerer und Konrad Haida. Foto: Hettler

 

 
 

Ein Schnäppchen, aber nicht billig

Ehrenabend der Kreisfeuerwehren: Landrat Ulrich Reuter lobt Freiwillige und fordert Respekt vor ihrer Leistung

Kreis Aschaffenburg. »Die Feuerwehr ist für die Bürger ein Schnäppchen.« Das sagte Landrat Ulrich Reuter beim Ehrenabend des Kreises, der Kreisbrandinspektion und des Kreisfeuerwehrverbandes im Staatlichen Berufsbildungszentrum Aschaffenburg.

Die Feuerwehren, die sich größtenteils aus ehrenamtlichen Helfern zusammensetzten, leisten in einer Professionalität Hilfe, die auch hauptberufliche Einsatzkräfte kaum übertreffen könnten. Das alles gebe es zum »Ehrenamtstarif«, betonte der Landrat. Deshalb gelte allen, die seit Jahren eine feste Stütze für die Freiwilligen Wehren vor Ort seien, viel Dank.
Gerade in den vergangenen Wochen sei angesichts des Hochwassers wieder deutlich geworden, wie sehr man auf die Helfer angewiesen sei, so Reuter weiter. Unterfrankenweit seien 1800 ehrenamtliche Einsatzkräfte über viele Tage rund um die Uhr für die Allgemeinheit im Einsatz gewesen.
Gerade diejenigen, die schon lange dabei sind, wüssten um die technischen Veränderungen und den Zwang zur Fortbildung, mit denen der Feuerwehrdienst verbunden sei. Vor 40 Jahren habe man noch ein Unfallopfer aus dem Auto schneiden können, ohne vorher überlegen zu müssen, wo der Airbag sitzt. Heute gehöre es zum Dienst, sich immer wieder neu zu informieren.
»Wir brauchen jeden von euch«
Gerade wegen der gestiegenen Ansprüche sei es bedauerlich, dass manche die Feuerwehren als Schnäppchen im Sinne eines billigen Angebots betrachteten. Einerseits sinke die Bereitschaft, sich in den Feuerwehren ehrenamtlich zu engagieren. Andererseits stiegen die Erwartungen an die Freiwilligen. Man müsse daher dafür sorgen, dass die Feuerwehrkameraden in ihrem Ehrenamt respektvoll behandelt werden, so Reuter. Der Landrat und Kreisbrandrat Karl Heinz Ostheimer dankten auch den Familien, die in all der Dienstzeit auf die Anwesenheit der Feuerwehrleute zu Hause verzichten. »Feuerwehrleute wie Ihr sind Vorbild und Beispiel. Wir brauchen jeden einzelnen von euch auch weiterhin«, sagte Ostheimer.
Parallel zu den staatlichen Auszeichnungen ehren deshalb auch die Feuerwehrverbände Personen und Institutionen, die sich um das Feuerwehrwesen besonders verdient gemacht haben, erläuterte Ostheimer. Diese Ehrungen fänden von den Feuerwehrverbänden sowohl auf Bundes-, als auch auf Landes- und Kreisebene statt. So verleihe der bayerische Landesfeuerwehrverband für hervorragende Leistungen im Löschwesen, für besonders mutiges Verhalten im Einsatz oder für die Rettung von Menschen aus Lebensgefahr und wenn der Feuerwehrangehörige sich in erheblicher Gefahr befunden habe, das Feuerwehr-Ehrenkreuz des Landesverbandes in Silber am Band und in Gold als Steckkreuz.
»Beruhigt das Licht ausschalten«
Auch die zum Landesfeuerwehrverband Bayern gehörende bayerische Feuerwehrjugend verleihe für besondere Verdienste um die überörtliche Jugendarbeit Ehrennadeln. Auf Kreisverbandsebene seien Orden und Ehrenzeichen vorgesehen.
»In Deutschland können die Bürger beruhigt abends das Licht ausschalten«, sagte der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis in Vertretung aller anwesenden Abgeordneten.
Musikalisch gestalteten die Goldbacher Musikanten den Ehrenabend. Die Feuerwehr Glattbach hatte den Auf- und Abbau sowie die Bewirtung übernommen - natürlich ehrenamtlich.
Ralf Hettler

Die lange Liste ausgezeichneter Feuerwehrleute

Ehrenabend der Kreisfeuerwehren: Lob für viele Jahre Engagement und besondere Verdienste

Kreis Aschaffenburg. Die Liste der Ausgezeichneten war groß beim Ehrenabend der Landkreisfeuerwehren:

Für 25 Jahre aktiven Dienst überreichte Landrat Ulrich Reuter das Ehrenzeichen in Silber an Udo Eizenhöfer, Günther Knoth, Herbert Knoth, Martin Ritter (Alzenau), Robert Hepp, Achim Englert (Bessenbach), Uwe Pfaff (Blankenbach), Ralf Brenneis (Dettingen), Jürgen Hornich, Joachim Rienicker (Geiselbach), Jürgen Grünewald, Thomas Kreis (Glattbach), Christian Schüßler (Goldbach), Georg Daus, Christian Franz, Alan Friedreich, Horst Müller (Großostheim), Martin Rödig (Großwelzheim), Helmut Stenger (Gunzenbach), Hans Heeg (Haibach), Achim Büttner (Heigenbrücken), Thomas Schippler, Michael Kroth (Heimbuchenthal), Jürgen Busch (Hemsbach), Gerald Spatz (Hessenthal), Michael Lang, Andreas Pfetzing (Kälberau), Torsten Eisert (Kleinostheim), Frank Spachmann (Krausenbach), Joachim Koch, Christian Heininger, Manfred Glaser (Mömbris), Frank Bedel (Niedersteinbach), Gerald Oster (Reichenbach), Andreas Steigerwald (Rottenberg), Kerstin Schmitt (Sailauf), Frank Dietzer (Stockstadt), Markus Gollas (Wasserlos), Albert Ruppert (Weibersbrunn), Wolfgang Bergmann und Bernhard Kneuer (Wenighösbach).

Für 40 Jahre aktiven Dienst wurden mit dem Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet: Wolfgang Maier, Manfred Reuß (Bessenbach), Edwin Kraus (Daxberg), Rainer Klein (Geiselbach), Kilian Hattig (Goldbach), Rudolf Jakob (Großostheim), Heinrich Walter (Großwelzheim), Burkard Gündling (Hemsbach), Franz Englert (Hessenthal), Theobald Wissel (Hohl), Helmut Kolf, Klaus Sittinger, Franz Walter (Hörstein), Ewald Pfarr, Bruno Sticksel, Helmut Treuling (Kälberau), Hans-Georg Brenneis (Kleinostheim), Engelbert Joe (Krausenbach), Werner Hellenthal, Karlheinz Hofmann, Hans Wissel, Karl Wissel (Mömbris), Alfred Sauer, Diethelm Kraus (Omersbach), Karlheinz Reinfurth (Wasserlos), Heribert Amrhein (Weibersbrunn), Herbert Geiß, Gerald Gutsfeld, Ingbert Hesbacher (Wenigumstadt) und Klaus Kohlhepp (Winzenhohl).

Für besondere Verdienste wurden zahlreiche Kräfte mit Ehrungen der Feuerwehrverbände bedacht. So erhielt Georg Thoma (Schöllkrippen) die Ehrennadel der Jugendfeuerwehren Bayern in Silber. Hermann Sittinger (Goldbach) und Lothar Trunk (Weibersbrunn) bekamen das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber des Landesfeuerwehrverbandes. Konrad Haida (Großostheim) und Edwin Steigerwald (Hösbach-Feldkahl) wurden mit dem Ehrenkreuz in Gold des Kreisfeuerwehrverbandes geehrt.

Die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber erhielten Gisela Hofmann (Waldaschaff), Bernhard Behl (Blankenbach), Horst Zwießler (Dammbach), Thomas Kreis (Glattbach)*, Horst Kämmerer, Werner Stegmann (Großostheim), Siegfried Roth (Haibach), Christian Heininger, Rudi Kraus und Ralf Stadtmüller (Mömbris).
An Albert Oster (Karlstein-Dettingen) ging das Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber. Florian Eckerth (Schöllkrippen) und Michael Edelmann (Weibersbrunn) wurden mit der Ehrennadel Jugend in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.
rah

*Anmerkung der Feuerwehr Glattbach: Thomas Kreis erhielt das Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber und nicht (wie angegeben) die Ehrennadel.