Pressebericht:
Main-Echo 19.10.2009

 


Geübt im Feuerwehrhaus Glattbach hat die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung: Sie kommt bei Großschäden, Katastrophen und überörtlichen Einsätzen zusammen. Am Reißbrett arbeitet sie mit der Kreisbrandinspektion die Lage nach einem Unwetter ab.
Foto: Ralf Hettler

 
 

Im Katastrophenfall alle Hilfskräfte koordinieren

Feuerwehr: Unterstützungsgruppe übt in Glattbach - Einsätze nach Unwettern, schweren Unfällen und Großbränden - Überregionaler Auftrag

Glattbach. Ganz im Zeichen der Ausbildung der Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) II ist am Samstag das Glattbacher Feuerwehrhaus gestanden: Die Unterstützungsgruppe kommt bei großen Schäden, Katastrophen und im Glattbacher Fall auch bei überregionalen Einsätzen zum Einsatz.

Die Kräfte koordinieren
Die Aufgaben der Mannschaft sind unter anderem die Unterstützung des örtlichen Einsatzleiters oder Kontingentsführers. Hier übernehmen die Frauen und Männer organisatorische Aufgaben, koordinieren die Kräfte, halten Verbindung zum Katastrophenschutzstab des Landratsamtes oder übergeordneten Stellen. Lagekarten werden geführt, Funkgespräche aufgenommen und abgesetzt, der Einsatzverlauf dokumentiert oder fremde und zivile Gerätschaften bestellt und gemanagt. Bei der ganztägigen Ausbildung wurden die Glattbacher Wehrleute in ihrer Sonderaufgabe geschult. Nach der theoretischen Ausbildung, bei der es unter anderem um Lagekarten, Fernmeldeskizzen und Führung des Einsatztagebuches ging, folgte am Nachmittag der praktische Teil: Am Reißbrett wurden mit der Kreisbrandinspektion eine Großschadenslage nach einem Unwetter und zahlreiche durch das Übungsteam eingespielte Lagen abgearbeitet.
Neben versperrten Straßen, überfluteten Keller oder Wasserschäden waren die Koordinationsspezialisten vor allem bei einem Hauseinsturz mit mehreren vermissten Personen und bei einem verunfallten Bus mit massenhaft anfallenden Verletzten gefordert.
Rund drei Stunden standen Telefone und Funkgeräte im Feuerwehrhaus nicht mehr still. Alle möglichen Raffinessen, die von der Übungsleitung mit Thomas Kreis und Andreas Ullrich an der Spitze eingespielt wurden, sorgten immer wieder für neue Überraschungen und brachten Schwung in das Planspiel.
Im Großen und Ganzen zeigten sich die Übungsleiter am Nachmittag bei der Abschlussbesprechung zufrieden und betonten, dass im Aufgabenbereich der UG-Öel keine Routine aufkommen wird, denn jeder Realeinsatz berge immer wieder neue Besonderheiten. Um sich bestmöglichst vorzubereiten, übt das Team der Unterstützungsgruppe regelmäßig.
rah