Pressebericht:
Main-Netz 02.01.2009

 

   
 

Viel Arbeit an Silvester für Feuerwehr im Kreis

Bilanz 13 vorwiegend kleine Brände sind aber schnell im Griff - Kreisbrandmeister kritisiert "einige unbesorgte Bürger"

Kreis Aschaffenburg. Wieder einmal keine ruhige Silvesternacht hatten die Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg: "Einige unbesorgte Bürger finden es lustig, mit Feuerwerk diverse Gegenstände in Brand zu setzen", sagte Kreisbrandmeister Andreas Emge gestern. Aus der Feuerwehrbilanz geht gleichwohl hervor: Die 13 Silvester-Einsätze im Kreis waren überwiegend schnell im Griff.

Silo-Lastzug neben dem Feuer.
Zu den spektakulärsten Einsätzen gehörten ein Waschkeller-Brand in Dammbach (allerdings durch technischen Defekt verursacht, siehe gesonderten Bericht) und ein Feuer auf einem Gartengrundstück in Kleinostheim: Vermutlich eine Rakete hatte einen Schuppen in der Bruchtannenstraße in Brand gesetzt.

Wie die Polizei berichtet, verhinderte das schnelle Eingreifen der Feuerwehr gegen 01.45 Uhr, dass sich das kleine Feuer weiter ausbreitete: In direkter Nachbarschaft stand ein Silo-Lastzug einer Spedition. Schon um 11 Uhr brannte in Michelbach ein Container und kurz vor Mitternacht eine Hecke in Kahl - "nach unsachgemäßem Umgang mit Feuerwerk".

Der erste Einsatz im neuen Jahr ließ nicht lange auf Sich warten: Wenige Minuten nach Mitternacht wurden die First Responder der Feuerwehr Heigenbrücken zur Unterstützung des Rettungsdienstes alarmiert. Es folgten unter anderem Einsätze für die Feuerwehren in Glattbach (0.06 Uhr, Heckenbrand), Hörstein (0.20 Uhr), Mainaschaff (0.40 Uhr, Baumbrand), Hösbach-Bahnhof (0.56 Uhr, auch Baumbrand).

Das Vordach eines Mehrfamilienhauses in der Glattbacher Hauptstraße ist wenige Minuten nach dem Jahreswechsel vermutlich durch den brennenden Rest eines Krachers oder einer Rakete in Brand geraten. Wie die Polizei berichtet, verschmorten bei dem Feuer Wellplatten, mehrere Rollladen und zwei Gartenstühle. Der Schaden liegt laut Polizei bei etwa 2000 Euro. Die ganze Nacht hindurch gab es noch weitere Einsätze in Heigenbrücken, Heinrichsthal und am Morgen noch einmal in Mainaschaff.

Es brannten außerdem Hecken und Bäume sowie Papier- oder Müllcontainer.

Feuerwehrsprecher Emge warnt: Wenn ein Müllcontainer in Vollbrand stehe, könnten die Flammen auch auf ein Gebäude oder Autos übergreifen. Dann entstehe immer hoher Sachschaden oder es werden sogar Personen gefährdet oder verletzt.
red