Geschehen in Glattbach, am 8. Oktober 1959, früh 6 Uhr.

 

   
 

Ein Feuerschrei !

Ein Feuerschrei durchs Dorf hinschallt:
“Beim Ambros brennt´s, die Scheune qualmt!“
Halb angezogen, in der Hast,
Die Feuerwehr zum Brandplatz rast!

Die Schläuche koppeln, Wasser schnell –
Die Scheune brennt schon lichterhell,
Was Beine hat, das hilft dazu – –
Zieht raus das Vieh, das Pferd, die Kuh.

Und knisternd stürzt schon Sparn um Sparn,
Die Scheune glüht, der Giebel dann
“Stürzt ein“ vom Wasserstrahl umzischt,
Fünf Wasserrohre schaffens nicht –

Die Scheune, die brennt lichterloh,
Ja ganze Ballen, Heu und Stroh
Sie fallen prodelnd in die Glut –
Die Feuerwehr auf der Hut – –

“Sie schirmen ab“ das Brandobjekt,
Das nicht das Feuer weiterleckt – –
Zum Nachbarn hin – O, welche Graus
Im Vordern-, wie im Hinterhaus.

Die Orts- und auch die Stadtwehr ringt
O, gebe Gott, dass es gelingt
So wurd´s geschafft Wehrmänner treu
Mit eurem Mut, Der Tat, auf´s Neu!
Ihr seid dem Feuer da zur Wehr,
Dem Dorfe selbst und Gott zur Ehr!

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von Adolf Lang