Chronik

Vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Glattbach war der Feuerschutz in Glattbach Aufgabe einer Pflichtfeuerwehr (Feuerlöschordnung vom 17. Februar 1807).
Diese bestanden aus allen Männern der Gemeinde im Alter zwischen 18 und 35 Jahren. Es war Pflicht, an den Übungen teilzunehmen, die zweimal im Jahr stattfanden. Sie wurden vom Ortsvorsteher oder von einem der Beigeordneten (heute Gemeinderäte) geleitet.
Zum Inventar der Glattbacher Pflichtfeuerwehr gehörten mehrere Ledereimer, ein Einreißhaken, Hanfschläuche, ein Strahlrohr, zwei Signalhörner sowie Pechkränze und Fackeln zur Beleuchtung des Brandplatzes. Diese Geräte waren im Armenhaus untergebracht.

Ein Feuerschützer und ein Feuerwächter versahen ebenfalls ihren Dienst in der Gemeinde.

1836
In der Glattbacher Jahresrechnung ist erstmalig eine Feuerspritze erwähnt, sie wurde an zwei Stangen wie eine Sänfte getragen.

1878
Eine neue Löschmaschine von der Maschinenfabrik Georg Stieber, Nürnberg wurde angeschafft.

Der Bau der neuen Schule wird begonnen. Hier werden 19 qm Grundfläche im Kellergewölbe der Feuerwehr als Zeughaus zur Verfügung gestellt.

1879
Die erste Feuerleiter wurde beschafft, diese ersetzte die privaten Obstleitern.
Die Glattbacher Handwerker hatten für diese Leiter einen fahrbaren Untersatz gebaut.

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Glattbach - 4. Mai 1879
Die Übungen der Pflichtfeuerwehr waren in der Regel nicht sehr effektiv, da es an der Motivation fehlte, und es vielen lästig war, daran teilzunehmen. Aus einer solch unbefriedigenden Übung heraus entstand spontan die Freiwillige Feuerwehr Glattbach.
Die erste Führungsmannschaft war:
Kommandant - Johann Adam Sauer
Adjutant und Schriftführer - Johann Adam Stenger
Steigerführer - Cirakus Junker
Spritzenführer - Johann Adam Wombacher
Rettungsführer - Anton Meßenzehl
Steiger Rottenführer - Ludwig Däsch
Spritzen Rottenführer - Wilhelm Lieb
Zeugwart - Gregor Sauer
Ausschussmitglieder - Adolf Sauer und Valentin Bernhard


Ein Fass für Feuerlöschzwecke wurde gekauft. Dieses Fass wurde auseinandergeschnitten und zwei Wasserbütten für den Wassertransport daraus gemacht.

Der Schreiner Lorenz Freund fertigte einen Wasserkanal zur Feuerspritze.

In der ersten Ausschußsitzung am zweiten November wurde beschlossen das ein drittes Signalhorn, 8 Signalpfeifen mit 16 Schnüren, ferner 5 Stück Rotwollene Gurte für die Führungsleute von der Vereinskasse bezahlt werden sollen.

1881
Die Glattbacher Feuerwehr verpflichtet sich zur Hilfeleistung bei Überschwemmungen.

Pechkränze zur Beleuchtung wurden durch drei Sicherheitslampen ersetzt.

1882
"Kittelzeug" wurde gekauft. Somit konnte die Glattbacher Feuerwehr uniformiert auftreten. Als Helme benutzte man bayerische Militärhelme.

Dem unterfränkischen Feuerwehr-Sterbekassenverein trat man bei.

1884
Der Verein gab sich eine eigene Satzung.
Es wurde beschlossen, eine rote Feuerwehrfahne zu beschaffen. Solche Fahnen waren mit dem Namen der jeweiligen Ortschaft versehen und dienten zur Kenntlichmachung der Einsatzstelle.

1886
Der bisherige Spritzenführer Johann Adam Wombacher wird zum Kommandanten gewählt, sein Adjudant ist Alois Sauer II.

1888
Fehlende Helme wurden von Magirus, Ulm gekauft.

1891
Im Sommer wurde ein Haus in Glattbach durch Blitzeinschlag sehr in Mitleidenschaft gezogen.
In diesem Haus wohnte ein junges Ehepaar, Johann und Barbara Stumpf.
Johann Stumpf war 1. Steiger bei der Feuerwehr Glattbach.
Ihr erster Sohn war gerade einige Wochen alt und lag in der Wiege und schlief.
Der Blitz schlug in die Wohnung des Paares ein, hüllte den Raum und die Wiege mit dem Kind in blaues Licht, sprang von dort in die angebaute Scheune über und setze sie in Brand. Durch den Blitzeinschlag wurde das Kind in der Wiege in einen Schock versetzt. Die Eltern glaubten, dass es tot sei. Sie flüchteten mit dem vermeintlich toten Kind ins Freie, unter der Dachtraufe traf sie das Regenwasser in voller Stärke. Dies bewirkte, dass das Kind wieder zu sich kam und zu schreien anfing.
Besagtes Kind hieß Alois Adam Stumpf und wurde 1946 Kommandant der Feuerwehr Glattbach.

1893
Von der Firma Stahl in Nürnberg wird eine neue Schiebeleiter geliefert.

Die Feuerspritze wird generalüberholt.

1899
Bei der Fa. Justus Christian Braun in Nürnberg wird eine neue Saug- und Druckspritze für Pferdebespannung gekauft.

1903
Es wurden zwei "Lenzische Hakenleitern" mit einer Länge von je 3,5 m beschafft.

1911
Das Glattbacher Elektrizitätswerk wird errichtet.
Zum Betrieb einer Turbine wurden im Wald Stauseen errichtet und von dort eine Stahlrohrleitung in die Mitte des Dorfes bis zu der Stelle des heutigen Feuerwehrhauses geführt.
In diese Rohrleitung waren Unterflur-Hydranten für die Feuerwehr eingebaut.
Vierzig Meter Höhenunterschied bis zu den Stauseen im Wald sorgten für ausreichenden Druck, um ohne den Einsatz einer Pumpe sofort einen Löscheinsatz durchführen zu können.
Für die Unterflur-Hydranten in der Elektrizitätsleitung wurde ein Standrohr beschafft.
Als Wärter für die Unterflur-Hydranten wurde Adam Hufgard und dessen Stellvertreter Johann Stenger bestimmt.

1913
August Karl Sauer wird zum Kommandanten gewählt, sein Stellvertreter ist Georg Wombacher.

Das neue Spritzenhaus in der "Kuhgasse", der heutigen Schulstraße wird bezogen.

1917
Bei einer Bezirksversammlung in Goldbach wurde angeregt, dass der Kommandant einer Wehr nicht gleichzeitig Vorstand des Vereins sein soll.
Bürgermeister Ludwig Hufgard wurde zum Vereinsvorsitzenden gewählt.

Ein Schlauchwagen (Firma Ewald, München) mit Standrohr und Hydrantenschlüssel sowie einem Schlauchhaspel wurde beschaft. Er musste von der Mannschaft mit der Hand gezogen werden.

1918
Die Versorgung mit Elektrizität auf dem flachen Land begann langsam Fuß zu fassen. Die neue Energie war das große Thema vieler Schulungen.

Die Feuereimer wurden, der Ledernot wegen verkauft
. Vier Stück wurden zurückbehalten.

Nach Ende des Krieges, hatte die Glattbacher Feuerwehr drei ihrer Kameraden als Gefallene zu beklagen.

1919
Die Fa. Magirus Ewald Lieb, Ulm, lieferte eine fahrbare, freistehende Feuerwehrleiter.
Sie konnte mittels Handkurbel aufgerichtet und auf eine Steighöhe von zwölf Meter verlängert werden.

1921
Die unterfränkische Sterbekasse war erschöpft. Man stellte sich auf eigene Füße und gründete eine Ortsfeuerwehr Sterbekasse.

1928
Die Feuerwehr Glattbach beteiligte sich zum ersten Mal mit zwölf Mann und einem Führer an der Fronleichnamsprozession.

1934
Glattbach baute eine zentrale Wasserversorgungsanlage.
Mehrere Quellen im Wald wurden in einen Hochbehälter eingeleitet. Von dort aus wurde die Gemeinde mit Trinkwasser versorgt.
Dieses war auch für den Brandschutz der Gemeinde von großer Bedeutung. In allen Wohnhäusern war nun Wasser vorhanden und mußte nicht mehr aus den Brunnen geholt werden. 200 cbm Wasser standen im Hochbehälter als Reserve bereit. In den Hauptleitungen waren überall Hydranten eingebaut.

1935
Die Selbstbestimmung in der Feuerwehr wird aufgehoben. Es wurde das Führerprinzip eingeführt. Der Kommandant war jetzt der Führer.
Die blau-weißen bayerischen Kokarden an den Mützen wurden durch Schwarz-weiß-rote ersetzt. Die Uniformen wurden mit Koppel und Schulterriemen versehen, ähnlich denen der SA.

Zur Beteiligung an der Fronleichnamprozession durfte nicht mehr "abkommandiert" werden, nur noch freiwillig konnte daran teilgenommen werden.
Dies schien allerdings die meisten Wehrmänner nicht beeindruckt zu haben, da in jedem Jahresprotokoll die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession Erwähnung findet.

1936
Unter bestimmten Voraussetzungen hatte die Freiwillige Feuerwehr Polizeibefugnisse. Sie soll als Polizeitruppe Verwendung finden bei örtlichen Unruhen. Sie steht in diesem Fall dem Bürgermeister zur Verfügung und hat Pflichte und Rechte wie die ständige Polizei.

Luftschutzübungen, Verhalten bei Gasangriffen und Verdunkelung der Häuser, waren die Themen, mit denen die Feuerwehr und die Bevölkerung auf einen Krieg vorbereitet wurden.

1937
Am 21. Oktober wurde die Feuerwehr Glattbach nach Johannesberg zum Hagelhof zur Löschhilfe gerufen, dort brannte eine Scheune. Transportiert wurde die Feuerspritze mit Pferden von Landwirt Peter Heeg. Die übrige Mannschaft beförderte das Glattbacher Fuhrunternehmen "Autoverkehr Franz Fuchs jun." nach Johannnesberg.

1940
Die aus Messing gefertigten Metallkämme auf den Feuerwehrhelmen mußten beseitigt werden, weil man befürchtete, dass durch Spiegelungen feindliche Flieger herbeigeführt werden könnten.

Viele Glattbacher Feuerwehrleute waren zum Kriegsdienst eingezogen worden.
20 unabkömmlich gestellte Glattbacher wurden für den Feuerwehrdienst verpflichtet.
Geschäftsleute, Rentner und die Jungen der 8. Volksschulklasse wurden an den Feuerwehrgeräten ausgebildet.
Alle zwei Wochen waren zwei Stunden Luftschutzübungen zu absolvieren, eine Anwesenheitsliste wurde geführt.

1942/43
Die Anfälligkeit der Wasserleitungen bei einem Bombenkrieg war der Grund, dass ein offener Löschwasserteich an der Straße "Im Wiesengrund" von der Gemeinde angelegt wurde.

Die Glattbacher Feuerwehr erhielt ihre erste Motorspritze von der Firma Metz.

Stauwehre im Bach in Verbindung mit der Motorpumpe brachten eine wesentliche Verbesserung im Brandschutz.

1944
Bei dem ersten Luftangriff auf Glattbach am 21. November entstanden Sachschäden.

Bei dem zweiten Luftangriff auf Glattbach am 12. Dezember waren acht Tote zu beklagen. Im unteren Bereich der Ortschaft wurden an diesem Tag mehrere Wohngebäude und eine Fabrikhalle zerstört.

1945
Am 21. Januar 1945 findet der dritte und schwerste Luftangriff auf Glattbach statt. Sechs Tote und 36 großteils durch Brandbomben zerstörte Gebäude waren die Bilanz.
Der bis jetzt schwärzeste Tag in der Geschichte Glattbachs wird von Kommandant August Karl Sauer, der selbst beim Löschen einer Brandbombe mit Sprengsatz das rechte Auge verlor, wie folgt geschildert:
"Welch ein Schrecken brachte uns der erste Monat. Der 21. Januar 1945, an Sonntagsalarm waren wir alle gewöhnt. Allein nicht auch das Leid, das uns der dritte Sonntag brachte. Um 12.00 Uhr Vollalarm. Alles rannte nach den Bunkern, um Schutz zu suchen. Das Mittagsmahl stand bei den meisten noch auf dem Feuer und schon flogen die ersten Bomben nieder in unser friedliches Dorf. Dazu Brandbomben in großen Mengen. Sechs Todesopfer waren zu beklagen. Vier Wohnhäuser, das Schwesternhaus und die Turnhalle wurden durch Bombenvolltreffer zerstört, drei Häuser brannten vollständig aus, dazu 17 Scheunen und 40 Zimmerbrände. Schwerbeschädigt wurde Schwester Ruth und Karl Stumpf durch Verschüttung, August Sauer beim Löschen einer Brandbombe mit Sprengsatz, wobei er das rechte Augenlicht verlor und Ludwig Gumbel erlitt beim Löscheinsatz einen Armbruch durch abfallendes Gestein. Von Feuerwehrkameraden wurden durch Brände und Zerstörung durch Bomben schwergeschädigt: Alois Morhard, Richard Bernhard, Ludwig Valtin Bernhard, Alois Joh. Sauer, Martin Breitinger, Tomas Sauer, Alois Krausert, Ludwig Wombacher, Franz Sauer, Ludwig Wagner und noch sehr viel durch Zimmerbrände(...) Über Kriegslärm Ende sei der Ostermontag 1945 zu erwähnen. Seit dieser Zeit schweigen bei uns die Waffen. Kriegsende ist der 8. Mai 1945. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt für das deutsche Volk."
August Karl Sauer war Kommandant der Feuerwehr Glattbach von 1913 bis Anfang 1946.
Er führte die Wehr durch die schwierigste Zeit des vergangenen Jahrhunderts und wurde 1954 zum Ehrenkommandanten ernannt.

1946
Nach dem Krieg waren neben dem 1946 neugewählten Kommandanten Alois Stumpf und seinem Stellvertreter Georg Hofmann nur vier junge Männer in Glattbach bereit, Feuerwehrdienst zu leisten.

Kurz nach dem Krieg brannte es in der damaligen chemischen Fabrik in Glattbach. Die in dieser Zeit schlecht organisierte Glattbacher Feuerwehr hatte auch aufgrund der dort lagernden Produkte keine Chance bei diesem Brand etwas zu retten. Die Werkshalle brannte bis auf die Fundamente nieder.

1952
Die Lage der Freiwilligen Feuerwehr Glattbach verbesserte sich.
27 Mitglieder trafen sich zu einer ersten Generalversammlung nach dem Krieg.

1955
Die zweite Motorspritze, eine TS 8/8 mit VW Motor von der Firma Ziegler, wurde beschafft.

1959
Am 8. Oktober brannte in Glattbach eine Scheune nieder. Der Eigentümer kam bei dem Brand ums Leben.

Ein Feuerschrei! Geschehen in Glattbach, am 8. Oktober 1959, früh 6 Uhr
Gedicht von Adolf Lang

1960
Neuer Kommandant wird Meinhard Stumpf. Zum Stellvertreter wählte man Günther Makurrath.
Robert Krenz wurde als 1. Vorsitzender mit der Führung des Vereins betraut.

Die erste Leistungsprüfung für ein bronzenes Leistungsabzeichen wurde am 30. Oktober abgenommen.

1961
Am 7. Mai wurde zum ersten Mal der heute schon zur Tradition gewordene Florianstag feierlich begangen.

1962
Unter der Leitung von Kommandant Meinhard Stumpf entstand die erste Jugendgruppe in der Feuerwehr Glattbach.

1963
Kommandant Meinhard Stumpf zum Kreisbrandmeister ernannt.

Das erste Glattbacher Feuerwehrfahrzeug wurde in den Dienst gestellt, es war ein LF 8 (Löschgruppenfahrzeug) auf Opel-Blitz-Fahrgestell mit Vorbaupumpe.

1966
Bürgermeister Friedolin Bernhard wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Bei einem Brand am 25. Juli waren drei Kinder im Dachgeschoß eines Hauses im Bommichring durch das Feuer eingeschlossen. Sie konnten sich durch einen Sprung aus dem Fenster retten.

1967
Ein öffentlicher Feuermelder wird am Rathaus angebracht.

1972
Alfred Baier wird zum stellvertretenden Kommandanten gewählt.

Die Wehr bekam die ersten Atemschutzgeräte.

Die Feuerwehr Glattbach wird zum Katastropheneinsatz, nach Windbruch, in den Spessart alarmiert.

1973
Schaumlöschgeräte wurden beschafft.

1975
Norbert Leidl wird stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Glattbach.

1976
Ein gebrauchter Hanomag-Kleinbus wird zum Mannschaftstransportwagen (MTW) umgebaut.

1979
Beim ersten Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus am 30. April bricht Bürgermeister Friedolin Bernhard den Spaten ab. Dieses Mißgeschick wurde allerdings als gutes Omen gedeutet.

Zum 100 jährigen Jubiläum der Feuerwehr Glattbach findet am 1. Juli die Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrhaus statt.

Von der Gemeinde Goldbach konnte ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug, ein Magirus TLF 16/24 erworben werden. Es war dies der legendäre "Moses", wie er im ganzen Landkreis bekannt war.

1981
Das neue Feuerwehrhaus seinem Zweck übergeben.

1982
Aufgrund der Erreichung der vorgeschriebenen Altersgrenze schied Kommandant Meinhard Stumpf aus dem aktiven Dienst aus. Am Florianstag wurde er zum Ehrenkommandanten ernannt.
Alfons Rickert führte ab diesem Zeitpunkt als Kommandant die Wehr, Stellvertreter blieb weiterhin Norbert Leidl.

1984
Eine Abseilvorrichtung wird im Schlauchturm eingebaut.

1985
Der Wimpel der Jugendfeuerwehr (damals Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Glattbach) wird geweiht.

1987
Helmut Wenzel wird zum stellvertretenden Kommandanten gewählt.

Ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) mit Zusatzbeladung Technische Hilfeleistung auf IVECO-Magirus-Fahrgestell wurde beschafft.

1988
Die Sterbekasse des Feuerwehrvereins war durch andere zeitgemäße Versicherungsmöglichkeiten überholt und wurde aufgelöst.

1989
Ein Mehrzweckfahrzeug (MZF) auf Ford-Transit-Fahrgestell wurde beschafft.

Die ersten Frauen treten in den aktiven Dienst ein.

1993
Ein neues Löschgruppenfahrzeug, ein LF 8/6 mit 600 l Löschwassertank und eingeschobener TS 8/8 vervollständigt die Ausrüstung.
Es ist auf ein IVECO-Magirus-Fahrgestell aufgebaut.

1996
Bürgermeister Fridolin Fuchs wählten die Mitglieder zum ersten Vorsitzenden.
Altbürgermeister Friedolin Bernhard wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

1998
Zur Löschwasserförderung, für Kleinalarme und als Nachschubfahrzeug wurde ein Mehrzweckanhänger beschafft und ausgebaut. Als Zugfahrzeug diente das Mehrzweckfahrzeug.
Der Anhänger wurde 2006 durch den AH-TEL (Anhänger der UG-ÖEL II) abgelöst.

1999
Alfons Rickert trat aufgrund der erreichten Altersgrenze als Kommandant zurück. Er wurde aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenkommandanten ernannt.
Der bisherige Stellvertreter Helmut Wenzel wurde zum neuen Kommandanten, sein Stellvertreter ist Robert Ebert.

Das Feuerwehrhaus wird angebaut. Eine Küche, eine Floriansstube und ein neues Kommandantenzimmer entstehen.

2006
Die Feuerwehr Glattbach übernimmt die UG-ÖEL II (Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung) von der Feuerwehr Laufach. Hierfür wird ein Führungskraftwagen (FüKW) (Baujahr 1986) und ein neuer Anhänger (AH-TEL) in Glattbach stationiert. Zum Leiter der UG-ÖEL wird Jürgen Grünewald ernannt, sein Stellvertreter wir René Wagner.

Am 20. Mai um 2:00 Uhr morgens wurde die Feuerwehr Glattbach mit der Feuerwehr Johannesberg als Zug 11 nach Großwelzheim zu einem Scheunenbrand alarmiert.

2007
Am 18. Januar fegt der Orkan "KYRILL" über Deutschland. Auch die Feuerwehr Glattbach und die UG-ÖEL-Glattbach werden in Alarmbereitschaft gesetzt. Im Feuerwehrhaus wird die Gemeindliche Führungsstelle gebildet. In der Zeit von 19 Uhr bis 24 Uhr werden von der Feuerwehr Glattbach zehn Einsätze bewältigt.

Andreas Ullrich wird zum neuen stellv. Kommandanten gewählt.

2008
Mit insgesamt 57 Unwettereinsätzen war das Jahr 2008 stark von Hochwasser und Sturmschäden geprägt. Einsatzschwerpunkte waren der Orkan "EMMA" am 1. März, ein starkes Hagel-Unwetter am 30. Mai und jeweils ein Unwetter mit Starkregen am 2. Juni und am 25. Juni. Dreimal wurde hierbei auch die Gemeindliche Führungsstelle gebildet. Die UG-ÖEL-Glattbach wurde während des Orkans "EMMA" nach Mömbris (Wiederherstellung der Kommunikation, nach einem Blitzeinschlag, in der Abschnittsführungsstelle Mömbris) und am 29. Juli nach Bessenbach zu einem Hochwasser (Unterstützung der Einsatzleitung) alarmiert.

Der Feuerwehr Glattbach wurde von der Versicherungskammer Bayern ein mobiler Rauchschutzvorhang gespendet.

Die Feuerwehr Glattbach wird in die Feuerwehr-Hilfeleistungskontingente der Stadt und des Landkreises Aschaffenburg eingebunden. Diese Kontingente sind, vom bayerischen Innenministerium, für die Länder- und staatenübergreifende Katastrophenhilfe sowie die überregionale Katastrophenhilfe innerhalb Bayern aufgestellt.
Die Feuerwehr Glattbach stellt, mit der Ausrüstung der UG-ÖEL II, innerhalb der Grundkomponente Führung/Verbindung die "Unterstützungsgruppe Kontingentführung (UG-Kon)".

Am 21. August um 0:31 Uhr morgens wurde die Feuerwehr Glattbach mit der Feuerwehr Johannesberg als Zug 11 nach Dettingen zu einem Großbrand in einem Batteriemontagezentrum alarmiert.
Um 11:00 vormittags wurde auch die UG-ÖEL-Glattbach zu diesem Einsatz alarmiert.


In Vorbereitung auf die Stabsrahmenübung "Sintflut 2008" errichtete die UG-ÖEL-Glattbach mehrere Relaisstellen im Hochspessart um eine gesicherte Funkverbindung zwischen den Gemeinden im Hochspessart und dem Landratsamt auszutesten. Nach mehreren erfolglosen Versuchen an den Standorten "Echterspfahl", Rohrbrunn und "Sendeanlage Pfaffenberg" wurde am 18. November eine Relaisstelle auf dem Aussichtsturm der Geißhöhe erfolgreich getestet und am 22. November, zur eigentlichen Übung, in Betrieb genommen.

2009
Bei einem Zimmerbrand am 19. Februar am Enzlinger-Berg wurde der mobile Rauchschutzvorhang erfolgreich eingesetzt und es konnte somit ein größerer Rauchschaden vermieden werden.

Die Feuerwehr Glattbach unterstützte den Vogel- und Naturschutzverein Glattbach beim reinigen und anbringen von Mehlschwalben-Schmutzbrettern.

Als Ersatz für das Mehrzweckfahrzeug (MZF) wurde ein neues Mehrzweckfahrzeug (wieder auf Ford-Transit-Fahrgestell) beschafft. Ausgebaut wurde das Fahrzeug von der Firma Compoint in Baiersdorf. Das alte MZF wurde an die Feuerwehr Rinnegg in Österreich (Steiermark) verkauft.

Am 20. Dezember wurde die UG-ÖEL-Glattbach zu einem Großbrand nach Stockstadt (Firma Sappi) alarmiert. Vor Ort wurde die Einsatzleitung von der UG-ÖEL-Kahl übernommen.

2010
Das
Sturmtief "Xynthia" am 28. Februar richtete auch in Glattbach einige Schäden an. Von der Gemeindlichen Führungsstelle wurden drei Einsätze koordiniert.

Eine Tierrettung zieht weite Kreise!
Am 2. Juli wurde von der Feuerwehr Glattbach (unterstützt duch die Drehleiter der Feuerwehr Aschaffenburg) eine Waschbärenfamilie aus einem Kamin im Himbeergrund befreit und an das Tierheim Aschaffenburg übergeben.
Innerhalb von zwei Tagen ist aus diesem Einsatz eine DPA-Meldung geworden, die in verschiedenen deutschen Tageszeitungen und Internet-Nachrichtendiensten erscheint. Weiterhin wurden Radiomeldungen (z.B. Antenne Bayern) zu dem Einsatz gesendet. Am 5. Juli wurden hierzu von SAT1-Bayern Filmaufnahmen im und um das Glattbacher Feuerwehrhaus gemacht.

In der Fahrzeughalle wird ein 4m-Band-Funkstelle eingerichtet. Sie soll u.a. die Gemeindliche Führungsstelle bei der Einsatzkoordination unterstützen.

Am 12. August wurde die Feuerwehr Glattbach mit der Feuerwehr Johannesberg als Zug 11 nach Mainaschaff zu einem Hochwasser alarmiert.

Eine Fachgruppe für die UG-OEL wird eingerichtet. Bisher wurde die UG-ÖEL von allen Glattbacher Feuerwehrleuten getragen. Hierbei hat es sich als sehr schwierig erwiesen, alle auf den gleichen Ausbildungsstand zu bringen.

Ein Gasspürgerät wurde beschafft.

Die Sanitäter der Feuerwehr Glattbach stellten (erstmals) den Sanitätsdienst am Dorf-Fest.

2011
Die UG-ÖEL-Glattbach ist als "Unterstützungsgruppe Kontingentführung (UG-Kon)" an der Katastrophenschutz-Übung "Florian-Kurfürst-2011" (15. bis 17. April 2011) beteiligt.
Alarmiert und beteiligt waren die Feuerwehr-Standardhilfeleistungskontingente aus Stadt und Landkreis Aschaffenburg und Miltenberg, die unter Führung der Regierung von Unterfranken in den Landkreis Bad Kissingen in Marsch gesetzt wurden.

Als Ersatz für den Führungskraftwagen (FüKW) wurde ein neuer Einsatzleitfahrzeug ELW 1 vom Landkreis Aschaffenburg beschafft und bei der UG-ÖEL-Glattbach stationiert. Ausgebaut wurde das Fahrzeug auf Mercedes-Benz-Sprinter-Fahrgestell von der Firma ESSER GmbH.

Im September übernimmt als neuer Kreisbrandmeister Andreas Ullrich (stellv. Kommandant der Feuerwehr Glattbach) das Fachgebiet IuK.

Als Ersatz für das Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 wurde ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20/16 (wieder) auf Iveco-Magirus-Fahrgestell beschafft.

2012
Die Versicherungskammer Bayern hat ein Beleuchtungsgerät vom Typ "Powermoon" beschafft. Dieses Gerät wurde vom Landkreis Aschaffenburg bei der UG-ÖEL 2 in Glattbach stationiert.

Für die zukünftige Alarmierung über die ILS (Integrierte Leitstelle) wurde ein Alarmfax für die Fahrzeughalle beschafft.

Am 10. September wurde die UG-ÖEL-Glattbach zu einer Vermisstensuche zur Waldgaststätte Echterspfahl bei Weibersbrunn alarmiert. An der Einsatzstelle wurde die "Einsatzleitung Echterspfahl" aufgebaut und betrieben.

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